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Zeckenbisserkrankungen

Zeckenbisserkrankungen sind Erkrankungen, welche durch Zecken während eines Zeckenbisses auf den menschlichen Organismus übertragen werden.

Zu den bekanntesten Zeckenbisserkrankungen gehören:

  • Borreliose
  • FSME (Frühsommermeningoencephalitis)
  • Zeckenbissfieber
  • Q-Fieber
  • Wolhynisches Fieber

Von einer Zecke können noch viele weitere Erkrankungen mit ihren Erreger übertragen werden wie z.B. Rickettsien, Borna-Viren, Ehrlichinen, Anaplasmen, Babesien, Bartonellen, Tularämie u.v.m.

Es kann auch zu Mischinfektionen kommen, welche sich wechselseitig beeinflussen und gegenseitig stärken und verstärken oder es kommt im Organismus zu Co-Infektionen mit Erregern, welche bereits schon vor Zeckenstich vorhanden waren.

Die steigenden Temperaturen, bedingt durch den Klimawandel, verlängern die aktive Zeit von Zecken (ab 6° C). Die Wahrscheinlichkeit durch einen Zeckenbiss zu erkranken wird somit immer größer. Dementsprechend werden Zeckenbisserkrankungen weiter zu nehmen und eine Therapie immer wichtiger werden.

Zeckenbisse und die damit übertragenden Erreger stellen immer häufiger die Ursache für chronische Erkrankungen wie Gelenkentzündungen, Kopfschmerzen, Atembeschwerden, Rhythmusstörungen, Sensibilitätsstörungen, Muskelschmerzen, chronische Müdigkeit, Konzentrationsstörungen u.v.a. dar.

90% der Zeckenbisse werden vom Wirt nicht bemerkt. Die Einstichstelle wird durch die Zecke betäubt. Die Zecke selber kann sich so geschickt bewegen, dass es nicht bemerkt wird, wenn sie über die Haut krabbelt. Die Kleinste aktive Zecke (Larve) ist 0,5mm groß und für das bloße Auge kaum zu erkennen. Wenn die Zecke dann noch im Haar sitzt oder am Rücken kann die Zecke nicht gesehen werden. Die Krankheitsentwicklung ist meistens schleichend und beginnt mit leichten grippeähnlichen Symptomen, die nach kurzer Zeit wieder abklingen. Nach Wochen folgen dann neue Krankheitszeichen dies können sein:

  • Kopfschmerzen
  • Müdigkeit
  • Gelenkschmerzen
  • Kreislaufstörungen
  • Atembeschwerden
  • Hautveränderungen
  • Nervenentzündungen

Eine kreisrunde Rötung (Erythema migrans) ist immer ein sicheres Indiz für eine Erkrankung an Borreliose und gehört dringend in therapeutische Hände.

Da Borrelien selten alleine auftreten, aber oft ursächlich mit enthalten sind, bei einer Vielzahl von anderen Krankheiten und / oder Mischinfektionen, zeigen solche Krankheitsbilder eine sehr große Komplexität in der Behandlungsstrategie.

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